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Die eiserne Lady

Magret Thatcher hat es gerade am Anfang ihrer politischen Laufbahn als Lokalpolitikerin im Bezirk im nördlichen Teil von London nicht gerade leicht. Immer wieder kommt es vor das vor allem die männlichen Kollegen sie nicht ernst nehmen und so bleibt es nicht aus das die ersten politischen Gehversuche zu scheitern drohen. Im Jahre 1961 dann der erste Erfolg, denn damals wird sie zur Parlamentssekretärin ernannt und der Posten als Ministerin lässt nicht lange auf sich warten. Aber erst 1979 gelingt ihr der politische Durchbruch als erste weibliche Ministerpräsidentin Großbritanniens geht sie in die Geschichte der englischen Politik ein. Dieses Amt bekleidet sie nun bis ins Jahr 1990. Eine wertvolle Stütze ist ihr dabei ihr Ehemann Dennis, der auch gleichzeitig der Vater ihrer beiden Zwillinge ist. Er fungiert aber nebenher noch als ihr Liebhaber, Stütze in allen Angelegenheiten und als persönlicher Berater. 1982 erhöht sich der politische Druck auf sie, Aufgrund der Kriegserklärung an Argentinien nach der Besetzung der Falklandinseln.

Meryl Streep strahlt vor Eleganz

Die Schauspielerin Meryl Streep spielt hier auf sehr elegante Weise die Ex – Premierminsterin Margaret Thatcher in einem elegant gehaltenen Biopic, welches einmal den Menschen hinter der Politikerin sichtbar machen soll. Für die einen war die „Eiserne Lady“ politisch eher höchst umstritten denn nicht jeder sah in ihr einen Heilbringer für die englische Wirtschaft. Nicht selten nahm man sie auch als rücksichslosen nach Macht strebenden Menschen war, welcher den Kapitalismus förderte und damit die Mittelklasse in den Ruin getrieben hat. Meryl Streep leiht dieser umstrittenen Frau nun ihr Gesicht und ihre Stimme in dem Biopic von Phyllida Lloyds.  Die Rolle des Ehemanns übernimmt Jim Broadbent.

Fokus des Films liegt auf dem berühmten Paar

Die Regisseurin setzt bewusst den Fokus auf das berühmte Paar aus der Politik und alle anderen Drumherum übernehmen die Rolle des Stichwortgebers. Und genau hier setzt der Film an. Die bereits etwas betagtere Ms. Thatcher hat es geschafft und konnte ihren Bewachern entschlüpfen. Grund dafür: Im Haus findet sich keine Milch für ihren Tee. Es gelingt ihr ohne erkannt zu werden ein kleines Geschäft zu betreten indem Lebensmittel angeboten werden. Sie kauft dort die benötigte Milch ein um sich dann bei ihrem Mann über den unverschämt hohen Preis dafür zu beschweren. So könnte eine ganz alltägliche Unterhaltung entstehen wie sie bei den meisten Paaren geführt wird. Aber in diesem Fall ist es so das ihr Ehegatte Dennis bereits nicht mehr unter den lebenden Verweilt und Margret sozusagen Dialoge mit einem Geist zu führen scheint. Die Frau wirkt also eher verwirrt wenn nicht schon etwas dement. Innerhalb der Story des Films erlebt der Zuschauer immer wieder Sprünge in der Zeit.